Wiederentdeckung: 
G.F. Händels Bearbeitung der Oper DIDONE ABBANDONATA von Leonardo Vinci

Wiederentdeckung:
G.F. Händels Bearbeitung der Oper DIDONE ABBANDONATA von Leonardo Vinci

Robin Johannsen – Sopran
Olivia Vermeulen – Mezzosopran
Polina Artsis – Mezzosopran
Antonio Giovannini – Countertenor
Julia Böhme – Alt
Namwon Huh – Tenor

Erscheint am 1. Juni bei dhm/sony

Die Liebesgeschichte von Dido, der Königin von Karthago, und dem trojanischen Helden Aeneas ist vielfach für die Opernbühne vertont worden. So nahm sich auch 1726 der neapolitanische Komponist Leonardo Vinci dieses Stoffes an, der auf Vergils „Aeneis“ basiert. Zehn Jahre später war Georg Friedrich Händel von der Oper „Didone abbandonata“ seines heute leicht in Vergessenheit geratenen Komponistenkollegen derart begeistert, dass er sie 1737 für eine Aufführung im Londoner Covent Garden bearbeitete. Dieses sogenannte „Pasticcio“ von „Didone abbandonata“ haben nun Dirigent Wolfgang Katschner und die lautten compagney Berlin eingespielt. In den Titel- bzw. Hauptpartien brillieren die Sopranistin Robin Johannsen (Didone) sowie die Mezzosopranistin Olivia Vermeulen (Enea bzw. Aeneas).
Die vorliegende Gesamteinspielung basiert auf einer Neuinszenierung dieses Werkes im Rahmen des Festivals „Winter in Schwetzingen“, die als Koproduktion mit der lautten compagney Berlin auch bei den Händel-Festspielen Halle 2016 zu sehen war. Die von Wolfgang Katschner dirigierte Premiere im Dezember 2015 im historischen Schwetzinger Rokoko-Theater war nicht nur die deutsche Erstaufführung von Händels Bearbeitung von Vincis „Didone abbandonata“, sondern die mutmaßliche erste szenische Realisierung dieses Pasticcios überhaupt seit seiner Londoner Uraufführung im Jahre 1737.

Händel hatte für seine Version nicht nur die Rezitative gekürzt und teilweise neu komponiert. Er wählte neben dreizehn Arien von Leonardo Vincis zudem neun populäre Arien anderer Komponisten, darunter von Antonio Vivaldi und Johann Adolph Hasse. Händel pflegte damit die in jener Zeit beliebte Praxis, eigene Stücke oder die anderer Autoren als Vorlagen für neue Aufführungen zu nehmen. Im konkreten Vorgehen bediente er sich der Technik des sogenannten „Pasticcio“ (italienisch für Pastete). Wie bei einer Pastete entsteht hier aus verschiedenen Bestandteilen ein neues Werk, das sich dem Zuhörer als Gesamteindruck darbietet.

Wolfgang Katschner und sein sängerisch hinreissendes Team hat mit dieser Wiederbelebung einen echten Hit gelandet. Die Aufnahmetechnik genügt hohen audiophilen Ansprüchen, Orchester und Stimmen werden in perfekter Balance ins Wohnzimmer geliefert. (Onlinemerker)


Presseresonanz (Auswahl)