Weiss & Hasse: Lute Sonatas

Weiss & Hasse: Lute Sonatas

Silvius Leopold Weiss & Johann Adolph Hasse
Lute Sonatas
Jadran Duncumb, Laute
ADX 13713

VÖ: 27.4. bei Audax records (Vertrieb harmonia mundi)

Die Dresdner Hofkapelle schien in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts heller als alle anderen europäischen Orchester und zwei ihrer funkelndsten Sterne waren Silvius Leopold Weiss und Johann Adolph Hasse. Obschon Zeit seines Lebens ebenso hoch angesehen wie Bach, Händel, Telemann und Hasse, litt die Reputation von Weiss an der Tatsache, dass er sein gesamtes Leben einem Instrument gewidmet hatte, das bald obsolet wurde. Erst nach der Wiederbelebung der deutschen Barocklaute in der letzten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde es wieder möglich, das Genie Weiss zu bewundern. Für sein erstes Soloalbum verbindet Jadran Duncumb Weiss' erstaunliche und selten gespielte, späte d-Moll Sonate mit zwei noch nie aufgenommenen Werken von Hasse, die von einem namenlosen Lautenisten adaptiert wurden und in einem Manuskript in Leipzig aufbewahrt werden. Obgleich die Sonaten innerhalb weniger Jahre entstanden und die beiden Musiker regelmäßig zusammenarbeiteten und wahrscheinlich sogar eng befreundet waren, sind die Sonaten stilistisch sehr unterschiedlich. Hasse gibt sich voll und ganz dem neuen „galanten“ Stil hin, während Weiss' Werk, obschon ebenso beeinflusst von herrschenden musikalischen Trends, fest im Hochbarock verankert ist. Das Programm gipfelt in Weiss' berühmter Passacaglia in D-Dur – ein Werk, das auf eindrucksvolle Weise den Glanz des Dresdner Hofes und seines Orchesters widerspiegelt. Hochvirtuose Musik für ein faszinierendes Instrument, die mit Jadran Duncumb in den besten Händen eines jungen, preisgekrönten Musikers neu entsteht.?

Jadran Duncumb gewann als Gitarrist die Kategorie „Saiteninstrumente“ des „BBC Young Musician of the Year“ und studierte anschließend klassische Gitarre bei Gary Ryan und Laute bei Jakob Lindberg am Royal College of Music in London. 2015 schloss er sein Studium (Barocklaute, Barockgitarre und Basso continuo) an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen bei Prof. Rolf Lislevand mit Auszeichnung ab und gewann im selbe Jahr den ersten Preis beim „Murizio Pratola“ Lautenwettbewerb in L'Aquila. Er spielt regelmäßig mit dem Ensemble Diderot.