Deutscher Schallplattenpreis für French Sonatas
Philippe Grisvard & Johannes Pramsohler

Deutscher Schallplattenpreis für French Sonatas
Philippe Grisvard & Johannes Pramsohler

1740 betritt mit dem Op. 4 von Jean-Joseph Cassanéa de Mondonville ein neues Genre in Frankreich die Bühne, das das Verhältnis zum Cembalo – bis dahin Continuo-Instrument, sofern es nicht alleine spielte – grundlegend umstürzen wird: die Pièces de clavecin en sonates avec accompagnement de violon. Anders als es der Titel vermuten lässt, führen die zwei Instrumente einen Dialog auf Augenhöhe. Ohne es zu wissen imitiert Mondonville die Sei Suonate à Cembalo certato e Violino solo, die Bach mehr als zehn Jahre zuvor komponiert hatte. Überdies führt er einen durch und durch italienischen Geschmack ein – sicherlich Echo der Konzerte von Corelli und Vivaldi, denen damals oft im Concert Spirituel begeistert gelauscht wurde. Das folgende Jahrzehnt erlebte dann eine regelrechte Begeisterung für diese Form: Corrette, Guillemain, Balbastre und andere brachten ihre Visionen zum Thema auf’s Papier – jeder auf sehr persönliche Weise. Das „Dream Team“ [Early Music Review], das die zwei unermüdlichen Forschergeister Philippe Grisvard und Johannes Pramsohler bilden, hat diesen vernachlässigten Teil des Violine/Cembalo-Repertoires wiederentdeckt und bringt nun eine packende Auswahl der besten Werke des Genres, größtenteils in Weltersteinspielungen, auf einer mit aufwendig produzierten mit Büchlein versehenen Doppel-CD heraus. www.audax-records.com // www.johannespramsohler.com

Hörtipp: WDR Tonart, Interview, 1. Juni 2018

Ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik!

... Sonore Klangpracht verbinden sie virtuos mit ausgefeilter Artikulation und bieten so mit diesem Album, das auch etliche Werke von Mondonvilles Nachfolgern als Ersteinspielung präsentiert, einen faszinierenden Einblick in die Blütezeit dieses facettenreichen Genres. (Carsten Niemann)

 ... kräftig, zupackend, visionär ... (Süddeutsche Zeitung, Reinhard Brembeck, 6. März, siehe Link)

...mehr als zwei Stunden hinweg einen fantastischen Klangzauber. Wieder einmal ist die geigerische Intonation makellos und das Zusammenspiel perfekt.Und nicht nur das: Etwa die Hälfte der Stücke wurden erstmals eingespielt. Johannes Pramsohler und Philippe Grisvard haben also nicht weniger als eine klingende Enzyklopädie vorgelegt... (RBB Kulturradio, Bernhard Schrammek)

... Ein Dream-Team der frühen Musik das mit originalem Instrumentarium aus der Zeit zu Werke geht und den Staub von diesen herrlichen Preziosen weht ... (SWR 2 Kultur, Georg Wassmuth)

Mit dieser ihrer dritten CD als Duo zeigen Johannes Pramsohler und Philippe Grisvard, dass es immer noch viel Lohnendes in der Alten Musik zu entdecken gibt. (Klassik-Heute, 10/10)

Der Geiger Johannes Pramsohler hat das Label Audax Records vor 5 Jahren gegründet, einfach, weil er gemerkt hat, dass er für die übliche Tonträger-Industrie viel zu viele gute Ideen in viel zu schnellem Tempo entwickelt – und dann auch umsetzen will. Das Label ist also geboren aus Freiheitsdrang, Tatendrang und Ideenreichtum ...
  (SWR 2 Kultur, Doris Blaich)


Presseresonanz (Auswahl)