Christoph Graupner: Duo-Kantaten mit Miriam Feuersinger & Franz Vitzthum

Christoph Graupner: Duo-Kantaten mit Miriam Feuersinger & Franz Vitzthum

Christoph Graupner: Duo-Kantaten

Miriam Feuersinger & Franz Vitzthum
Capricornus Consort Basel

Die vier 1710/11 und 1719/20 komponierten Duo-Kantaten sind zeitgleich entstandenen Werken von Händel und Telemann klanglich näher verwandt als der sehr oft sehr spröden und eigenwilligen Rezeption des galanten Stils aus Graupners späterer Schaffenszeit. Und so finden wir hier neben solider kontrapunktischer Arbeit viel diatonische Italianità und manchmal auch quasi opernhafte Virtuosität, doch immer in genauester Ausdeutung des zu vertonenden geistlichen Wortes. Miriam Feuersinger und Franz Vitzthum sind für diese gleichermaßen elegante wie anspruchsvolle Musik genau die Richtigen: Mit makelloser Technik und einem nahezu seismographischen Gespür für den Text bietet das Duo hier zusammen mit dem Capricornus Consort eine weiche und einfühlsame Interpretation dieser für Interpreten und Hörer sehr dankbaren Kompositionen. Ergänzt wird das Programm aufs Schönste von wundervollen kleineren Instrumentalkompositionen, die jeder Kantate als Sinfonia vorangestellt werden.

... fasziniert, wie Sopran und Countertenor in weichen Tonfolgen und Melismen fast miteinander verschmelzen und dann Richtung Höhe ihr sich öffnendes individuelles Glocken-Register finden. Die Form der Klimax in Richtung himmlischer Harmonie hat in den verschiedenen Kantaten überdies eine sinnliche Methode … Das Capricornus-Consort grundiert diese Sängerleistungen von durchgängig edler Ausgeglichenheit mit seidenweichem und dabei differenziertem Klang. Concerto 1/2 2019

Tipp des Literaturspiegel

Miriam Feuersingers wunderbar reiner und leuchtender Sopran ist dabei ebenso beeindruckend wie die wohlgeformte, angenehme Stimme von Franz Vitzthum. Beide sind gleichermaßen koloratur- wie intonationssicher, so dass die vielen Duette in vollendeter Perfektion zu hören sind. Hinzu kommt das Capricornus Consort Basel, das in solistischer Besetzung brilliert, und trotz der exponierten Soli (Peter Barczi, Eva Borhi) nie der Versuchung verfällt, vordergründige Virtuosität aufzutischen. Und am Ende steht wieder der große Wunsch: Mehr Graupner, und möglichst in dieser Idealbesetzung
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CD-Highlights des Jahres 2018 (Bernhard Schrammek, RBB Kulturradio)


Presseresonanz (Auswahl)