Beethovens Neunte – Symphonie für die Welt

Beethovens Neunte – Symphonie für die Welt

Sendetermine
02.02.2020 | 23:00 Uhr | ARTE
10.02.2020 | 05:00 Uhr | ARTE

09.04.2020 | 3:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (engl. Fassung, Teil 1)
10.04.2020 | 3:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (engl. Fassung, Teil 2)
11.04.2020 | 18:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (dt. Fassung, Teil 1)
12.04.2020 | 18:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (dt. Fassung, Teil 2)
12.04.2020 | 04:00 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (dt. Fassung, Teil 1)
13.04.2020 | 04:00 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (dt. Fassung, Teil 2)

11.04.2020 | 23:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (span. Fassung, Teil 1)
12.04.2020 | 23:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (span. Fassung, Teil 2)
12.04.2020 | 05:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (arab. Fassung, Teil 1)
13.04.2020 | 05:15 Uhr | TV Kanal Deutsche Welle (arab. Fassung, Teil 2)


Verfügbar auf arte.tv (Mediathek): 02.02.20 bis zum 03.03.20
 
Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens (1770–1827) zeigt ARTE am 2. Februar 2020 eine 90-minütige TV-Dokumentation über Beethovens 9. Symphonie op. 125 rund um den Globus. Kein zweites Werk der sinfonischen Literatur hat eine solch breite und vielfältige Weiterverarbeitung erfahren. Das bis heute wohl meistgespielte Werk aller Zeiten bewegt Menschen auf der ganzen Welt. Bereits die Uraufführung am 7. Mai 1824 wurde ein fulminanter Erfolg. Zur Überraschung des Publikums hatte Beethoven einen Chor eingesetzt, nie zuvor hatte es derartiges bei Symphoniekonzerten gegeben. Mit dem Schlusschor über Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ spricht die 9. Symphonie von der verbindenden Kraft der Menschen untereinander, von Freude und Freiheit, Musik für die Ewigkeit. Ohne Gehör hat Beethoven ein Meisterwerk geschaffen, das nicht nur die Hymne der Europäischen Union und ins Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen wurde, sondern auch in zahlreichen Spielfilmen und Pop-Hits verwendet wird. Der Film folgt den Spuren der Neunten auf vier Kontinenten und betrachtet aktuelle Interpretationen. Er trifft Menschen, deren Leben eng mit Beethovens Neunter verknüpft sind. „Wir haben in acht Ländern auf vier Kontinenten gedreht. Es wurde in zehn Sprachen gesprochen, aber es wurde auf Deutsch gesungen. Das war eine große Herausforderung“, sagt Regisseur Christian Berger. Zu den Protagonisten der sieben Filmgeschichten zählen unter anderem der chinesische Komponist und Oscar-Preisträger Tan Dun, der britische Komponist und DJ Gabriel Prokofiev sowie der griechisch-russische Stardirigent Teodor Currentzis.
 
„Seid umschlungen, Millionen“ – Die sieben Filmgeschichten im Detail

Um dem Geheimnis der letzten vollendeten Symphonie Beethovens auf die Spur zu kommen, reist Regisseur Christian Berger rund um die Welt von Salzburg über Sao Paulo, Shanghai, Kinshasa und Osaka bis nach Bonn und Berlin. Wir begleiten ihn zu Menschen, die ihre Empfindungen über die Wirkung der Neunten teilen bis hin zu Massenkonzerten in Japan mit über 10.000 Sängern.
Der junge Stardirigent Teodor Currentzis gilt als kontrovers und spaltet mit seinen kompromisslosen und detailversessenen Interpretationen die Musikwelt. Er verweigert sich Beethoven einer Epoche zuzuordnen und sieht in ihm einen Komponisten, der seiner Zeit weit voraus war und bis heute aktuell ist. Aus diesem Grund kann seine Musik auch immer wieder neu gedeutet werden.
In Barcelona erarbeitet der gehörlose Paul Whittaker mit gehörlosen Kindern die 9. Symphonie in dem Projekt „Feel the Music“. Der britische Musiker kommt damit Beethovens Empfindungen wohl recht nahe, der bereits ertaubt war, als er dieses große Werk komponierte und sich nur auf sein inneres Ohr verließ.
In Japan heißt die Symphonie nur „Die Große“. Seit dem ersten Weltkrieg genießt das Werk Kultstatus, jedes Schulkind kennt die „Ode an die Freude“, die selbstverständlich auf Deutsch gesungen wird. Im japanischen Osaka fiebert man der traditionellen Aufführung durch den gewaltigen Chor der 10.000 unter der Leitung von Yutaka Sado entgegen.
Der chinesische Komponist und Dirigent Tan Dun komponierte im Auftrag der Londoner Royal Philharmonic Society in Shanghai das 20-minütige Werk für Chor und Orchester „Choral Concerto: Nine“, das sich mit Beethovens Neunter auseinandersetzt. Die Londoner Philharmonische Gesellschaft gab 1817 auch Beethovens Neunte Symphonie in Auftrag und pflegte eine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten.
Die Bratschistin Nicoli Correia Martins ist in der größten Favela Sao Paulos aufgewachsen. Für sie ist die Symphonie ein Weg hinaus aus ihrem brutalen Alltag hin zu einer besseren Zukunft. Die Botschaft der Neunten ist für Nicoli täglicher Ansporn, das Leben in der Favela zu meistern.
Teil des Films sind auch Menschen, die unter erschwerten Lebensbedingungen leben. So erzählt die kongolesische Marktfrau Joséphine Nsimba, Cellistin in einem Laienorchester in der Demokratischen Republik Kongo, was das Spiel von Beethovens Neunter bei ihr auslöst. Für die Musiker des Orchestre Symphonique Kimbanguiste in Kinshasa ist die „Ode an die Freude“ Inbegriff einer universellen Botschaft. Nach jahrelangen Anstrengungen hat das Orchester den Grundstein für die erste Musikschule für Kinder in einem der ärmsten Länder der Welt gelegt.

Länge:                                   90 Minuten
Format:                                 4K / HD
Regie:                                    Christian Berger
Produktionspartner:          Deutsche Welle, ZDF/ARTE, Sounding Images
Förderung:                           BKM, Creative Europe/Slate Funding, BTHVN2020
Redaktion:                           Dieter Schneider (ZDF), Rolf Rische (DW), Boris Claudi (DW)

Videos
Beethoven for 10.000 singers: youtu.be/VjQNV9u1hzI
Beethoven for deaf People: youtu.be/8WowgLvtlO0
Beethoven's Ninth worldwide: youtu.be/wzcKcgmGXyI
Beethoven's Life in a Nutshell: youtu.be/ZiyGwougFNg
Currentzis on Beethoven: youtu.be/89z396EZbtI
 
Weitere Informationen: www.berlin-producers.de


Presseresonanz (Auswahl)